Schnelle Vor-Ort Diagnostik pathogener Keime im Kreißsaal (Kreißsaal-Lab)

Bild: Fotolia

Im Fokus des Projektes steht die Entwicklung eines mikrofluidischen Testträgers für die schnelle und sensitive Vor-Ort-Diagnostik von Krankheitserregern bei schwangeren Frauen. Eine Infektion der Mutter mit Streptococcus agalactiae (GBS) oder Herpes simplex Virus (HSV) stellt eine unmittelbare Gefahr für das Neugeborene dar. So führt eine Infektion des Neugeborenen mit GBS bei mangelnder Behandlung zu einer Early-Onset-Sepsis mit hoher Sterblichkeit. Bei einer Übertragung von HSV kann das Neugeborene an Herpes neonatorum erkranken, der unbehandelt ebenfalls zum Tode führen kann. Bei einem klinischen Verdacht der Mutter kann ein rascher Erregernachweis eine gezielte Therapie ermöglichen und somit eine schwere Erkrankung des Neugeborenen verhindern. Im Gegensatz zu gängigen Verfahren, bei denen der Nachweis oft Tage benötigt, beschleunigt die vor-Ort Verfügbarkeit der Diagnostik im Kreißsaal die Behandlung innerhalb des kritischen Zeitfensters.
Die Kreißsaal-Lab-Kartusche hat das Format eines Standard-Zentrifugenröhrchens (50 ml) und wird mittels einer Laborzentrifuge betrieben. Die Kartusche beinhaltet alle notwendigen Reagenzien für die Aufreinigung der Probe und die Amplifikation der bakteriellen bzw. viralen DNA. Damit wird eine komplexe diagnostische Analyse zu einer einfachen Anwendung, die schnell Ergebnisse liefert und direkt im Kreißsaal einsetzbar ist.

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PROJEKTFUSSNOTE:

Fördergeber/Finanzierung: BMBF
Projektträger: Projektträger Jülich
Fördernummer: 031A214C
Laufzeit: 01.02.2013 bis 31.07.2016
Kooperationspartner: Agrobiogen GmbH, TEUFEL Prototypen GmbH, Virologie der Universitätsmedizin Göttingen, Gynäkologie der Universitätsmedizin Göttingen
Reifegrad: Forschung

Kontakt


Dr. Ana Homann
Hahn-Schickard,
Freiburg
Tel.: +49 761 203-73256
F: +49 761 203-73299
Ana.Homann@Hahn-Schickard.de
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