Biobrenstoffzelle

Elektrizität direkt aus biologischen Energieträgern – zum Beispiel für die Medizintechnik

Biobrennstoffzellen gewinnen Elektrizität auf umweltfreundliche und ressourcenschonende Art, etwa aus Rest- und Abfallstoffen organischen Ursprungs, die in ihrer direkten Umgebung vorhanden sind. Sie können Energie unabhängig von Bewegung oder Temperaturunterschieden dauerhaft bereitstellen und eignen sich damit insbesondere für medizinische Implantate, verteilte Sensorsysteme und autonome Roboter. 

Am Lehrstuhl für Anwendungsentwicklung des Instituts für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg (IMTEK) entwickelt die Forschungsgruppe Bioelektrochemische Systeme regenerative Konzepte für die Energieversorgung mit biologischen Brennstoffzellen. Diese nutzen Energiequellen aus ihrer direkten Umgebung (Stichwort „Energy Harvesting“). Mit Hilfe von Platinelektroden lässt sich so z.B. elektrische Energie aus der Umsetzung des körpereigenen Blutzuckers (Glukose), der in der Gewebeflüssigkeit vorhanden ist, gewinnen. Solche Systeme können als   Energieversorgung für Anwendungen wie z.B. medizinische Implantate eingesetzt werden, die relativ geringe Energiemengen benötigen. So könnte z.B. ein Herzschrittmacher dauerhaft ohne Batterie betrieben werden. 

In mikrobiellen Brennstoffzellen ermöglichen lebende Mikroorganismen (z.B. spezielle elektroaktive Bakterien) die Umsetzung eines Biobrennstoffs. Dadurch wird es möglich, aus Abwässern direkt elektrische Energie zu gewinnen, und so die Effizienz von Klärwerken zu erhöhen oder energieautarke Sensoren für die Abwasserbehandlung zu betreiben.

Die enge Kooperation mit der Universität ermöglicht uns, auf aktuelle Konzepte zurückzugreifen und diese für unsere Entwicklungen im Bereich Energiemanagement zu nutzen.

Kontakt


Prof. Dr.-Ing. Roland Zengerle
Institutsleiter
Hahn-Schickard,
Freiburg
Tel.: +49 761 203-73213
Roland.Zengerle@Hahn-Schickard.de
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