Osmotische Mikropumpe

Osmotische Mikropumpen ermöglichen eine gleichförmige und pulsationsfreie Fluidförderung auf kleinstem Bauraum und kommen komplett ohne elektrische Energie aus. Damit lassen sich ebenso Medikamentendosiersysteme mit konstanter Wirkstofffreisetzung für ein breites Anwendungsspektrum realisieren, als auch Antriebe für Mikrofluidiken im Point-of-Care-Bereich.

Osmotische Pumpantriebe sind zur Medikamentendosierung bereits länger etabliert und bieten ein hohes Potential der Miniaturisierbarkeit. In Abhängigkeit des zu verwendeten Wirkstoffpfads und den physikochemischen Parametern des Wirkstoffs nutzen wir unterschiedliche osmotische Pumpprinzipien inklusive der Verwendung von Superabsorber-Polymeren und osmotischen Beschichtungen.In der einfachsten Bauform ist der Wirkstoff selbst wasserlöslich und damit osmotisch aktiv. Der Wirkstoff wird in diesem Fall sehr kompakt als Feststoff gespeichert.

Dieses Grundprinzip machen sich das von uns entwickelte OPTIMED-System zur intraoralen Medikamentendosierung eines Levodopa-Derivats, aber auch in Industriekooperation entwickelten Wirkstoff-freisetzenden Silikonringe (drug eluting rings) für Herzschrittmacherelektroden zu nutze.Das intraorale Medikamentendosiersystem BuccalDose nutzt hingegen ein wirkstoffunabhängiges Pumpprinzip. Dabei werden flüssige Wirkstoff-Formulierungen in einer separaten Kammer gelagert. Die Fluidförderung des osmotischen Antriebs wird auf eine flexible Membran übertragen, welche durch Ausdehnung die flüssige Wirkstoff-Formulierung freisetzt.

Extrakorporale Anwendungen, wie z.B. transdermale Wirkstoffpflaster mit Zeitverzögerung zwischen Applikation und Wirkstofffreisetzung (Chronotherapie) werden mit  zusätzlichen Kammern realisiert, um das Medium zum Betrieb des osmotischen Aktors zu speichern.zur peristaltischen Mikropumpe zur elektromagnetischen Mikropumpe

 

 

Kontakt


Dipl.-Ing. Simon Herrlich
Hahn-Schickard,
Villingen-Schwenningen
Tel.: +49 7721 943-332
Simon.Herrlich@Hahn-Schickard.de
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