Überblicksartikel zu zentrifugal-mikrofluidischen Plattformen

02.07.2015

Oliver Strohmeier, Mark Keller, Frank Schwemmer, Steffen Zehnle, Nils Paust und Kollegen der gemeinsamen Forschungsgruppe Lab-on-a-Chip von Hahn-Schickard und der Professur für Anwendungsentwicklung haben kürzlich im renommierten Fachmagzain “Chemical Society Reviews” der Royal Society of Chemistry’s mit einem Impakt-Faktor von 30,4 einen Überblicksartikel zu zentrifugal-mikrofluidischen Plattformen veröffentlicht. Der umfassende Artikel rückt das Thema der zentrifugalen Mikrofluidik in den Fokus, insbesondere neueste Entwicklungen zentrifugual-mikrofluidischer Einheitsoperationen und Anwendungen.

Für die effiziente Miniaturisierung, Automatisierung und Parallelisierung von Laborabläufen werden zentrifugal-mikrofluidische Prozessketten als neue Kategorie vorgefertigtter Einheitsoperationen einfgeführt. Eine Prozesskette bildet einen spezifischen Arbeitsschritt wie beispielsweise die DNA-Aufreinigung mit all ihren benötigten Funktionalitäten ab. Die Nutzung solcher Prozessketten ermöglicht ein zentrifugal-mikrofluidisches Design auf einer höheren Ebene.

Mit einem Schwerpunkt auf zentrifugal-mikrofluidischem Design wird die zentrifugal-mikrofluidische Automation von Laborprozessen für die Nukleinsäureanalyse, die Immundiagnostik, die klinische Chemie, die Zellkultivierung und -analyse, sowie Wasser-, Lebensmittel- und Bodenanalyse kritisch beleuchtet. Am Schluss wird ein Überblick über verfügbare Plattformen gegeben und Anforderungen sowie Trends aufgezeigt.

Der Arikel ist frei zugänglich und kann wie folgt zitiert werden:
O. Strohmeier, M. Keller, F. Schwemmer, S. Zehnle, D. Mark, F. von Stetten, R. Zengerle, and N. Paust; Chem. Soc. Rev., 2015, Advance Article; DOI: 10.1039/C4CS00371C