Mit weniger mehr erreichen: innovatives Fluidikdesign ermöglicht 10 Mal mehr Tests bei gleichem Probenvolumen

Nachzulesen in "Lab on a Chip", Ausgabe 7 2016, Seiten 1091 bis 1280

29.03.2016

Die Titelstory im Fachjournal Lab-on-a-Chip der Royal Society of Chemistry von Frank Schwemmer und Kollegen zeigt die Probenvorbereitung für die Röntgenkleinwinkelstreuung für strukturbiologische Analysen auf der LabDisk.

Small-angle X-ray scattering (SAXS), also die Kleinwinkelstreuung von Röntgenstrahlen, ist eine wichtige Technik der Strukturbiologie, mit welcher Makromoleküle von einer Größe von einem bis hundert Nanometer untersucht werden können. Ein bedeutender Vorteil der Kleinwinkelstreuung ist, dass mit ihr sowohl kleine Molekülstrukturen als auch komplexe Molekülverbünde direkt in der Proteinlösung – und nicht erst mit Hilfe der üblichen Protein-Kristalle – bestimmt werden können. Das macht SAXS zu einer idealen Methode für die Bestimmung von Strukturwechseln auf der Nanoskala, welche durch Umwelteinflüsse hervorgerufen werden, z.B. durch eine Änderung des pH-Werts oder der Salz-Konzentration.

Die neuentwickelte „LabDisk für SAXS“ ermöglicht erstmals die automatische Analyse von Proteinstrukturen unter solch unterschiedlichen Umwelteinflüssen und benötigt dabei 10 Mal weniger Proteinvolumen als bisherige Tests. Die „LabDisk für SAXS“ hat das Potential, einer breiten SAXS-Community die routinemäßige Hochdurchsatzanalyse von Proteinen zu erlauben und dadurch Proteinverbrauch und Messzeit für alle Nutzer zu verringern.

Vollständiger Titel des Beitrags:
LabDisk for SAXS: A centrifugal microfluidic sample preparation platform for small-angle X-ray scattering. Frank Schwemmer et al. Lab on a Chip, 2016, 16, 1161 - 1170

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