Ministerium sichert Vorlaufforschung

v.l.n.r.: Prof. Dr.-Ing. André Zimmermann (Institutsleiter in Stuttgart), Prof. Dr.-Ing. Roland Zengerle (Institutsleiter in Villingen-Schwenningen und Freiburg), Dr. Volker Nestle (Festo AG & Co. KG), Ministerialdirigent Günther Leßnerkraus (Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg), Prof. Dr.-Ing. Yiannos Manoli (Institutsleiter in Villingen-Schwenningen und Freiburg), Clemens Pecha (Hahn-Schickard-Geschäftsführer). Quelle: Hahn-Schickard

28.04.2015

Am 28. April überreichte Ministerialdirigent Günther Leßnerkraus, Abteilungsleiter Industrie, Innovation und wirtschaftsnahe Forschung im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, den Förderbescheid über eine Grundfinanzierung für 2015 in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro. „Hahn-Schickard ist ein wertvoller Innovationspartner im Land – besonders für kleine und mittlere Unternehmen“, sagte Leßnerkraus bei der Übergabe in Stuttgart.

Hahn-Schickard ist Experte auf dem Gebiet Mikrosystemtechnik und entwickelt mit etwa 170 Mitarbeitern in Villingen-Schwenningen, Stuttgart und Freiburg intelligente Lösungen überwiegend in direkter Kooperation mit der Industrie. Die Forschungsgesellschaft erwirtschaftet einen Jahresumsatz von ca. 18 Millionen Euro. Der Zuschuss aus dem Ministerium ermöglicht es ihr, neben den aktuellen Projekten mit der Wirtschaft durch eigene Vorlaufforschung neue Themengebiete zu erschließen, die für die Zukunft der Wirtschaft in Baden-Württemberg entscheidend sind. Dazu gehören Themen wie „Cyber-physische Systeme“, die wiederum wichtige Bausteine darstellen für die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft. Diese wird auch als die vierte industrielle Revolution, kurz „Industrie 4.0“ bezeichnet.

In cyber-physischen Systemen verschmilzt die physische Welt der Maschinen und Anlagen mit der digitalen Welt. Cyber-physische-Systeme sind in der Lage, Informationen für übergeordnete Informationsnetze und -strukturen bereitzustellen und somit untereinander zu kommunizieren. Dies eröffnet eine Fülle neuer Möglichkeiten, angefangen von verbesserten Produktionsabläufen bis hin zu völlig neuen Geschäftsmodellen. Damit dieser Datenaustausch jedoch sicher, robust und leistungsfähig gewährleistet werden kann werden, ist der Forschungs- und Entwicklungsbedarf groß. „Hahn-Schickard ist hierfür Wegbereiter und für kleine und mittlere Unternehmen ein wertvoller Innovationspartner“, sagt Günther Leßnerkraus.

„Wir freuen uns über die erneute finanzielle Zuwendung. Neben aktuellen Themen wie Industrie 4.0 werden wir damit auch noch weitere Themenfelder im Gesundheitssektor, der Automobilindustrie oder den Umwelttechnologien anpacken“, sagt Hahn-Schickard-Geschäftsführer Clemens Pecha. „Künftige Produkte werden intelligent sein, also ihre Umgebung wahrnehmen und auf sie reagieren können. Unsere Sensoren sind schon heute wichtige Bausteine hierfür“.  

Hahn-Schickard ist Teil der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW), eines Verbundes von zwölf unabhängigen wirtschaftsnahen Forschungsinstituten. Die Institute mit einem jährlichen Gesamtumsatz von rund 110 Millionen Euro und insgesamt rund 1.200 Beschäftigten setzen derzeit jährlich etwa. 2.400 Industrieaufträge und etwa 500 öffentlich geförderte Forschungsprojekte um. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft unterstützt alle innBW-Institute im Jahr 2015 mit Grundfinanzierungsmitteln in Höhe von insgesamt rund 25,5 Millionen Euro.

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