Landtagspräsident informiert sich über Inklusionsprojekt Parasolhotel

01.12.2014

Unter dem Stichwort „gelebte Inklusion“ soll in Bad Dürrheim das erste Modellprojekt in Baden-Württemberg entstehen, das sowohl Mitarbeitern als auch Gästen mit körperlichen Einschränkungen gerecht wird. Landtagspräsident Guido Wolf informierte sich über die zahlreichen Assistenzsysteme, welche die Entwickler bei Hahn-Schickard für dieses Vorreiterprojekt in Erwägung ziehen. Diese Systeme sind darauf ausgelegt, den Arbeitsalltag für die Mitarbeiter und den Hotelaufenthalt für Gäste mit Aktivitäts- bzw. Mobilitätseinschränkungen so komfortabel, sicher und vor allem selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.

Ein Beispiel eines solchen Assistenzsystems, das bei Hahn-Schickard entwickelt werden könnte, ist ein spezielles Sensorarmband, auf dem Patientendaten sowie Informationen über die Art der Einschränkung gespeichert sind. Dieses Gästearmband kommuniziert dabei selbstständig mit weiteren im Haus verbauten Systemen, die ihrerseits Aktionen wie zum Beispiel „Türe öffnen“ ausführen, wenn die Information „Gast mit eingeschränkter Sehkraft“ übermittelt wird.

„Hier entsteht ein außergewöhnliches Inklusionsprojekt für besondere Menschen. Das zeigt: Baden-Württemberg verknüpft technisches Know-how mit einer sozialen Komponente. Das ist stark“, freute sich Landtagspräsident Guido Wolf über die „gelebte“ Inklusion.

Hahn-Schickard ist als Experte auf dem Gebiet der Sensor- und Kommunikationssysteme geeigneter Partner für die Entwicklung und den Aufbau der Infrastruktur für die Hilfssysteme. Als Mitglied des Lenkungskreises ist das Forschungsinstitut auch Bindeglied zur Netzwerkinitiative Smart Home + Living des baden-württembergischen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft. Diese Initiative bringt unterschiedliche Kompetenzen im Wachstumsfeld Smart Home + Living zusammen, um Innovationen für die verschiedenen Lebensbereiche zu schaffen.