Landesregierung beschließt neues Hahn-Schickard-Institut für Mikroanalysesysteme in Freiburg

02.12.2014

Hahn-Schickard freut sich auf das dritte Institut sowie den Ausbau der industrienahen, angewandten Forschung auf den Gebieten Diagnostik, Analytik und Industrie 4.0.
Die Fraktionen von Grünen und SPD im Landtag Baden-Württemberg haben beschlossen, ein neues Hahn-Schickard-Institut für Mikroanalysesysteme in Freiburg mit einer Grundfinanzierung in Höhe von 1,5 Mio. Euro auszustatten. Die Finanzierung soll aus dem Doppelhaushalt 2015/2016 erfolgen und steht voraussichtlich ab dem Jahr 2016 jährlich in dieser Höhe zur Verfügung.
Hahn-Schickard unterhält bislang das Hahn-Schickard-Institut für Mikroaufbautechnik in Stuttgart und das Hahn-Schickard-Institut für Mikro- und Informationstechnik mit den Standorten Villingen-Schwenningen und Freiburg. Der Standort Freiburg, an dem etwa 40 Mitarbeiter beschäftigt sind, kann nun zu einem eigenständigen Institut für Mikroanalysesysteme ausgegründet werden und damit seinen raschen Wachstumskurs fortsetzen.
Das neue Hahn-Schickard-Institut in Freiburg soll vor allem angewandte Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Mikroanalysesysteme leisten und diese zusammen mit Partnern aus der Industrie in innovative Produkte umsetzen. Die besondere Kompetenz des Institutes liegt hierbei auf der Integration, Miniaturisierung, Parallelisierung und Automation von Prozessen in der Analytik und Diagnostik. Ein konkretes Beispiel ist die Entwicklung von Lösungen für den schnellen Nachweis von Erregern bei Infektionskrankheiten. Eingesetzt werden derartige Lösungen in den Anwendungsfeldern Gesundheit, Ernährung, Demographie und Lebenswissenschaften. Das neu zu gründende Institut wird darüber hinaus die Ergebnisse und innovativen Lösungen aus dem Forschungsfeld „Industrie 4.0“ in Villingen-Schwenningen auf diese Anwendungsfelder übertragen. Ziel ist es, durch Digitalisierung und Vernetzung produktivere und effizientere Prozesse in den genannten Anwendungsfeldern zu etablieren.
„Auf unserem Weg, die angewandte Forschung bei Hahn-Schickard zu stärken, haben wir viel Unterstützung erfahren“, freut sich Prof. Dr. Roland Zengerle, Mitglied und Sprecher der Institutsleitung an den Standorten Villingen-Schwenningen und Freiburg. „Bedanken wollen wir uns zunächst bei den Oberbürgermeistern von Freiburg, Dr. Dieter Salomon, und Villingen-Schwenningen, Dr. Rupert Kubon, die uns bei dieser Idee von Anfang an stark unterstützt haben. Besonders wichtig war aber letztlich, dass sich sowohl Edith Sitzmann (Grüne) und Claus Schmiedel (SPD) als auch der Finanzminister Dr. Nils Schmidt (SPD) für das Thema stark gemacht haben.“
Mit der zusätzlichen Förderung wird Hahn-Schickard nicht nur in Freiburg, sondern auch in Villingen-Schwenningen insbesondere auf dem Gebiet Industrie 4.0 neue Wachstumspotentiale erschließen. Folgerichtig sehen Edith Sitzmann und Claus Schmiedel die Entscheidung auch als eine Stärkung des Mittelstands auf dem Weg zur Industrie 4.0. „Das ist ein weiterer entscheidender Schritt, um den Wandel der Wirtschaft hin zur Digitalisierung und Industrie 4.0 zu unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs zu sichern“, erklärten die Fraktionsvorsitzenden Edith Sitzmann (Grüne) und Claus Schmiedel (SPD).
Auch Hahn-Schickard-Geschäftsführer Clemens Pecha freut sich über die zusätzlichen Mittel: „Die Entscheidung verhilft der Hahn-Schickard-Gesellschaft in Baden-Württemberg zu mehr Präsenz. Mit den neuen Forschungsthemen erreichen wir eine noch breitere Klientel bei unserer Zielgruppe, der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg.“