Hahn-Schickard und Hochschule Offenburg kooperieren

v.l.n.r.: Prof. Dr. Ing. Axel Sikora (Professur für Embedded Systems und Kommunikationselektronik, Hochschule Offenburg), Clemens Pecha (Geschäftsführer von Hahn-Schickard), Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Winfried Lieber (Rektor der Hochschule Offenburg) Bild: CP

23.10.2015

Die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. und die Hochschule Offenburg beabsichtigen eine Zusammenarbeit im Bereich der wissenschaftlichen und forschungsbezogenen Entwicklung von Software- und Kommunikationslösungen unter Nutzung von eingebetteten Systemen. Hierzu unterschrieben am 22. Oktober 2015 der Geschäftsführer von Hahn-Schickard, Clemens Pecha, und der Rektor der Hochschule Offenburg, Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Winfried Lieber, eine Kooperationsvereinbarung.

Im Rahmen dieser Kooperation wird Prof. Dr. Ing. Axel Sikora, Inhaber der Professur für Embedded Systems und Kommunikationselektronik an der Hochschule Offenburg, ab Januar 2016 im Rahmen einer Abordnung zugleich als Leiter des Bereichs „Software Solutions“ und stellvertretender Institutsleiter am Hahn-Schickard-Institut für Mikro- und Informationstechnik in Villingen-Schwenningen tätig sein.

Alle drei Partner sind sich einig, dass diese Kooperation zu einer weiteren Stärkung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der beiden Institutionen führen und somit die regionale Industrie stark davon profitieren wird. Dabei werden vor allem die aktuellen Aufgabenstellungen im Umfeld von cyber-physischen Systemen und deren Anwendungen in der Industrie (auch bekannt als Industrie 4.0), in der Verkehrstechnik, in der Heim- und Gebäudeautomation, sowie im Gesundheitswesen adressiert. Die modulare, durchgängige, verlässliche und sichere Kommunikation zwischen eingebetteten Feldgeräten und den Datenbanksystemen im Backend steht hierbei im Zentrum des Interesses.

Das Labor von Prof. Sikora und Hahn-Schickard arbeiten schon seit vielen Jahren zusammen. So waren die beiden Projektpartner in dem von der Europäischen Union im Rahmen des siebten Rahmenprogramms von 2011 bis 2013 geförderten Projekts „WiMBex“, in dem energieautarke und funkbasierte Wasserverbrauchszähler entwickelt, prototypisch produziert und im Feld getestet wurden. Gegenwärtig befindet sich mit NIKI 4.0 ein weiteres gemeinsames Projekt in Vorbereitung, in dem ein „Nicht-disruptives Kit für die Evaluation von Industrie 4.0“ entwickelt und als Open-Source-Lösung bereitgestellt werden soll.

Zukunftstechnologie Mikrosystemtechnik
Hahn-Schickard entwickelt intelligente Produkte mit Mikrosystemtechnik: von der ersten Idee bis zur Fertigung – branchenübergreifend. Der Forschungs- und Entwicklungsdienstleister ist mit seinen Instituten an drei Standorten in Baden-Württemberg vertreten: in Stuttgart, Villingen-Schwenningen und Freiburg. In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit der Industrie realisiert Hahn-Schickard innovative Produkte und Technologien in den Bereichen Sensoren- und Aktoren, Systemintegration, cyber-physische Systeme, Lab-on-a-Chip und Analytik, Mikroelektronik, Aufbau- und Verbindungstechnik, Mikromontage und Zuverlässigkeit. Das Angebot umfasst auch die Herstellung von kleineren und mittleren Serien sowie die Überleitung in die Großserienfertigung.

Hochschule Offenburg
Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Medien Offenburg zählt zu den bedeutendsten Bildungseinrichtungen am südlichen Oberrhein zählt. Sie wurde 1964 als "Staatliche Ingenieurschule" gegründet. Heute studieren an den beiden Standorten Offenburg und Gengenbach fast 5.000 junge Menschen. In vier Fakultäten wird ihnen im Bachelor- und Master-Studiensystem ein breites, interdisziplinäres und praxisorientiertes Fächerspektrum angeboten: Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik sowie Medien und Informationswesen. Die HS Offenburg stärkt die Innovationskraft der Wirtschaft durch Forschungs- und Technologietransfer. In 2014 konnten Drittmittelaufträge in Höhe von gut 4 Mio. Euro neu gewonnen werden.