Hahn-Schickard ist dabei – auf der deutschlandweiten Online-Landkarte „Industrie 4.0“

Drahtloses Sensorsystem zur Messung der sogenannten „Nip-Breite“ an großen, industriellen Papier-Walzanlagen (Quelle:Hahn-Schickard)

19.11.2015

Die Plattform Industrie 4.0, das nationale Netzwerk für die Digitalisierung der Industrie, hat die deutschlandweite Online-Landkarte „Industrie 4.0“ publiziert. Von rund 200 Praxisbeispielen ist Hahn-Schickard mit insgesamt sechs Beispielen vertreten. Erstmals vorgestellt wurde die Landkarte von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel gemeinsam mit Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka sowie Siemens-Vorstand Prof. Dr. Siegfried Russwurm am 19. November im Rahmen des Nationalen IT-Gipfel in Berlin.

Die Online-Karte soll illustrieren, wo „Industrie 4.0“ Anwendungsbeispiele und Testumgebungen in Deutschland bereits heute zu finden sind. Hahn-Schickard ist gleich mit sechs Projekten auf der Online-Landkarte vertreten: das Projekt „SensIDL“ beispielsweise unterstützt den Mittelstand dabei, die Kommunikationsschnittstellen und den Zugriff auf diese Sensorschnittstellen durch spezielle Entwicklungswerkzeuge zu vereinfachen. Denn durch die höhere Verbreitung von intelligenten Sensorsystemen im Bereich der Industrie 4.0 steigt auch die Notwendigkeit eines einfachen Zugriffs auf diese Sensordaten. Hahn-Schickard führt das Projekt zusammen mit dem Forschungszentrum Informatik (FZI) aus Karlsruhe durch. „Es freut mich sehr, dass wir mit SensIDL in die Online-Landkarte aufgenommen wurden. Das spornt uns weiter an, zusammen mit anderen den digitalen Wandel in Deutschland zu gestalten“ so
Dr. Christoph Rathfelder, Projektleiter bei Hahn-Schickard.

Ein weiteres Hahn-Schickard-Projekt auf der Online-Landkarte betrifft die Qualitätssicherung in der Papierproduktion. Bei dieser ist es ausschlaggebend, dass die bis zu 13 Meter breiten Walzen mit höchster Präzision zu einander ausgerichtet sind, um eine gleichmäßige Druckverteilung über die gesamte Papiermaschinenbreite zu erzielen. In Zusammenarbeit mit der Voith GmbH wurde ein innovatives Mess-System entwickelt, dessen Prinzip auf einer kapazitiven Technologie von Sensoren basiert und das auf flexiblen Folien aufgebracht ist. Es ermöglicht die Abstände der Kontaktfläche über die volle Walzenlänge genau und effizient zu erfassen und direkt zu visualisieren.  

Für einen ökonomisch und ökologisch optimierten Prozess bei der Bodenverdichung im Tiefbau sind sowohl eine minimale Verdichtungszeit, als auch eine maximale Betriebsdauer erforderlich. Hahn-Schickard hat mir der Firma CADwalk ein energieautarkes Funksensorsystem für die drahtlose Datenerfassung an Baumaschinen und Produktionsanlagen entwickelt: Es erfasst prozessrelevante Zustandsgrößen an einem Anbauverdichter in zeitlicher und räumlicher Auflösung – eine minimale Verdichtungszeit und eine zustandsorientierte Instandhaltung führen dabei zur Einsparung von Kosten und Ressourcen.

Weitere Informationen:
www.plattform-i40.de/I40/Landkarte
www.sensidl.de