Eine Million für die regionale Medizintechnik

v.r.n.l.: Thomas Albiez Hauptgeschäftsführer IHK SBH , Clemens Pecha Hahn-Schickard Geschäftsführer, Hubert Wicker Ministerialdirektor im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, Prof. Roland Zengerle Hahn-Schickard Institutsleiter (Sprecher), Rupert Kubon Oberbürgermeister der Stadt Villingen-Schwenningen, Marcel Herzberg Verbandsdirektor Regionalverband SBH, Prof. Yiannos Manoli Hahn-Schickard Institutsleiter

13.12.2016

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg fördert den Aufbau eines Forschungs- und Transferzentrum für mikromedizintechnische Fertigung in Villingen-Schwenningen

Mikrotechnologie und Medizintechnik sind in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg hervorragend etabliert. Auf ihren Ausbau setzt das Regionale Entwicklungskonzept, das unter Federführung des Regionalverbandes erstellt und im Rahmen des „RegioWIN“ Wettbewerbes im Jahre 2015 ausgezeichnet worden war. Verbunden mit dieser Auszeichnung war die Zusage, mehrere Leuchtturmprojekte in der Region gemeinsam aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Baden-Württemberg anteilig zu fördern, und so ihren Trägern die Realisierung zu ermöglichen. Am 13. Dezember überreichte Ministerialdirektor Hubert Wicker einen entsprechenden Förderbescheid über rund 1 Million Euro an Hahn-Schickard. Die Mittel sollen dem geplanten „Forschungs- und Transferzentrum für mikromedizintechnische Fertigung (MedAssembly)“ zugutekommen, das der Forschungs- und Entwicklungsdienstleister in den kommenden Jahren zentral in der Region an seinem Standort in Villingen-Schwenningen aufbauen und in Betrieb nehmen will. Aus den Fördermitteln können 70% der Kosten (50% EFRE / 20% Land) für Beschaffungen im Bereich der technischen Ausstattung und der Infrastruktur des Zentrums finanziert werden.

 „Unser Haus zeichnet sich bereits heute durch die Kombination von medizintechnischer und mikrosystemtechnischer Expertise aus“, erläutert Institutsleiter Prof. Dr. Roland Zengerle: „Das zugehörige Dienstleistungsangebot wollen wir nun in Bereichen wie Fertigung, Test und Schadensanalytik aber auch Designunterstützung und Beratung bei der Systemkonzeption weiter ausbauen.“  Davon profitieren in erster Linie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der regionalen Medizintechnik. Denn sie müssen für das Zulassungs-Prozedere und die Markteinführung neuer Produkte sogenannte „Zulassungsmuster“ in einer „konformen Fertigungsumgebung“ herstellen. Das braucht normgerechte Organisation und das Wissen über die relevanten Zulassungsbedingungen. An dieser Stelle setzt MedAssembly an: Die Risiken bei der Produktentwicklung für die KMU zu reduzieren und die Fertigung während der Zulassungs- und Markteinführungsphase abzudecken. So könnte die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg als „Weltzentrum der Medizintechnik“ künftig auch in Bereichen wie intelligenten Medizinprodukten und smarten Systemen für die Bereiche Diagnostik, Therapie, Prävention und Rehabilitation führend werden.

„Wir freuen uns über die Möglichkeit, zur Umsetzung unseres Vorhabens nun Fördermittel aus dem EFRE-Programm und vom Land Baden-Württemberg einplanen zu können“, sagt Hahn-Schickard-Geschäftsführer Clemens Pecha, „denn ein Vorhaben dieser Größenordnung ist immer mit enormen Risiken behaftet – und es kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Unternehmen unser Angebot annehmen und künftig noch enger mit Hahn-Schickard zusammenarbeiten.“

Hahn-Schickard-Pressemitteilung (PDF)

MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, ARBEIT UND WOHNUNGSBAU Pressemitteilung (PDF)