Das Smart Home hat ein Zuhause

22.07.2016


Am 20.07.2016 wurde der Verein Smart Home & Living Baden-Württemberg in Stuttgart mit dem Ziel gegründet, die Digitalisierung im Wohn- und Pflegebereich im Land weiter voranzutreiben und dem Endverbraucher die Anwendungsmöglichkeiten zugänglich zu machen. Mit Hahn-Schickard und der Arbeiterwohlfahrt AWO Kreisverband Schwarzwald-Baar e.V. sind gleich zwei Gründungsmitglieder aus Villingen-Schwenningen vertreten. Der Verein besteht sowohl aus Unternehmen, Verbänden, Dienstleistern als auch Forschungseinrichtungen aus Baden-Württemberg.

 

Das intelligente Haus ist keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern wird mehr und mehr zur Realität. Schon heute können Heizungsanlagen, Rollläden, Lichter, Türen oder Fenster über das Smartphone gesteuert werden. Allerdings sind dies oft inkompatible Insellösungen. Genau hier setzt die Arbeit des Vereins Smart Home & Living Baden-Württemberg an. „Wir müssen technologische Hürden abbauen und die einzelnen Komponenten möglichst einfach untereinander vernetzen. Darüber hinaus müssen wir die Frage beantworten, welche konkreten Dienstleistungen durch die neuen Technologien möglich sind und wie diese integriert werden können. Nur so lässt sich für den Verbraucher ein konkreter Mehrwert erkennen, der die Investition in Smart-Home-Lösungen rechtfertigt“, sagt Dr. Christoph Rathfelder, Leiter der Gruppe Anwendungsentwicklung bei Hahn-Schickard und neu gewählter stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Vereins Smart Home & Living Baden-Württemberg.

 

Durch die Vernetzung der einzelnen Komponenten entstehen neue Anwendungsmöglichkeiten in allen Lebensbereichen: Von der Verbesserung der Pflege und der häuslichen Betreuung über die Erhöhung der Sicherheit und die Realisierung eines höheren Wohnkomforts bis hin zur Energie- und Ressourceneffizienz sind viele Nutzungsmöglichkeiten denkbar. Aber nur, wenn diese neuen Technologien auch von den Anwendern akzeptiert und verwendet werden, kann ein gesamtgesellschaftlicher Nutzen entstehen.

 

Hahn-Schickard entwickelt Sensoren und die geeignete Energieversorgung dafür: so plant ein Projektteam für das Parasolhotel die Entwicklung eines Sensorarmbandes, auf dem Patientendaten und Informationen über die Art der Einschränkung gespeichert werden können. Dieses Gästearmband kommuniziert selbstständig mit im Haus verbauten Systemen, die Aktionen wie „Türe öffnen“ ausführen, wenn die Information „Gast mit eingeschränkter Sehkraft“ übermittelt wird.

 

Mit Informationsveranstaltungen und gemeinsamen Workshops sollen nicht nur neue Entwicklungen, sondern auch Trends im Bereich Smart Home and Living dem Verbraucher übermittelt werden. Dabei soll vor allem eine herstellerunabhängige Sichtweise vermittelt werden, bei der  die allgemeinen Vorteile eines vernetzten Heims in den  Vordergrund gestellt werden.